Kirchenführer - Höbersdorf - Pfarre Hoebersdorf

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Kirchenführer - Höbersdorf

Die Pfarrkirche Höbersdorf ist dem Hl. Johannes dem Täufer geweiht.

Patrozinium: 24. Juni
Lage: Erzdiözese Wien, Dekanat Stockerau
Land Niederösterreich
Bezirk Korneuburg, Gemeinde Sierndorf

Quellen
Heimatbuch des politischen Bezirkes Korneuburg 1. und 2. Band (1957 und 1961)
Viertel unter dem Manhartsberg (1834)
Dehio, NÖ nördlich der Donau (1990)
Chronik der Pfarre Höbersdorf
Matriken der Pfarre Senning
Festschrift zur Eröffnung des Pfarrheimes (1994)
Impressum
Herausgeber: Pfarre Höbersdorf

Fotos: Johann Kaiser, © Rupprecht@kathbild.at (S. 27 u. 29)

Für den Inhalt verantwortlich: Helene Kaiser
Gestaltung und Herstellung:
Verlag-Werbegrafik Kaiser, 2011 Höbersdorf
Druckerei Berger, 35080 Horn


Grüß Gott!

Die Pfarrkirche von Höbersdorf ist keine Wallfahrts mehr. Sie blieb aber ein Zeichen der Liebe Gottes unter den Menschen. Alle, die hier eine Heilige Messe, eine Taufe, eine Hochzeit oder einen Begräbnisgottesdienst feiern, sind von der schlichten Feierlichkeit und der bergenden Atmosphäre der Kirche angetan.
Die Kirche hat eine Anziehungskraft. Sie geht von der einfachen Einrichtung dieses Gotteshauses aus. Hier sind wir zur Begegnung eingeladen - auch ohne Gottesdienst: mit dem Herrn im Tabernakel in der Seitenkapelle und mit der uns umfangenden Stille, die Orientierung bietet.
Taufbrunnen, Ambo und Altar markieren uns die wichtigsten Vorgänge christlichen Lebens. Die farbigen Fenster heben bewegende Botschaften unseres Glaubens hervor.
Über Ihren Besuch freuen wir uns. Wir danken Ihnen für Ihr Gebet und für die Begegnung. Ihr Besuch „erfüllt" unsere kleine Kirche mit Leben.

 

Das Pfarrwappen

Die Mitte unserer Pfarre ist Jesus Christus. An ihn glauben wir. Wir versuchen sein Leben in uns und unter uns fruchtbar werden zu lassen.

Diese Tatsache wird an uneren Wappen sichtbar. Der eine Wurzelstock, Jesus Christus, der viele Reben hat, trägt auch unsere Pfarrgemeinde. Die zwei Ortschaften Höbersdorf und Untermallebarn  sind die zwei saftigen Trauben. Unser Kirchenpatron, der Hl. Johannes der Täufer, hilft uns, Jesus unseren Herrn immer mehr zu erkennen. Seine Worte „Ecce Agnus Dei - Seht das Lamm Gottes" geben uns die Richtung für unsere Nachfolge an.


Aus der Geschichte der Pfarre

Urkundlich erwähnt wird die Pfarre Höbersdorf erstmals 1429. Sie verlor 1510 ihre Selbständigkeit und wurde mit Senning zusammengelegt. In den Matriken der Pfarre Senning sind sämtliche Taufen, Trauungen und Sterbefälle dieser Zeit vom Pfarrer von Senning und Höbersdorf unterzeichnet.  1543 wurde Höbersdorf Kaplanei, der Pfarrverband Senning-Höbersdorf blieb erhalten. 1770 erfolgte die Loslösung von Senning. Höbersdorf war nun Lokalkaplanei und bekam Untermallebarn zur Seelsorge zugeteilt. Im Zuge der großen josephinischen Pfarrregulierung erfolgte im Jahr 1783 die Neugründung der Pfarre Höbersdorf.


Barbara Verehrung

Bereits  im 17. Jahrhundert fanden vor allem in Notzeiten Wallfahrten zur Hl. Barbara nach Höbersdorf statt. Aus den Jahren 1708, 1713, 1746, 1759, 1761 und 1783 sind Aufzeichnungen über die Gewinung eines vollkommenen Ablas bekannt, was für eine kleine Ortschaft ungeöhnlich war.

Ein besonderer Anziehungspunkt war der Barbara-Altar. Er hatte schon vor 1686 bestanden und wurde 1751 neu erstellt. 1838 wurde der Altar umgestaltet und das Barbarabild angebracht. Das Ölbild wurde 1908 vom Altar genommen und zwischen den Fenstern der Seitenkapelle aufgehängt. Bei der Kirchenrenovierung 1970 entfernte man es aus der Kirche. 1994 wurde das Bild restauriert und am 4. Dezember von Kardinal Franz König feierlich gesegnet. Seither hat es wieder seinen Platz in der Seitenkapelle.

Ausstattung der Kirche

Der Hochaltar

Er stammt aus dem Jahr 1830 und war ursprünglich mit einem Ölbild des Hl. Johannes versehen. 1887 wurde der Hochaltar mit einer drehbaren Nische ausgestattet, in der sich eine Statue des Hl. Johannes aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, ein Passionskreuz und eine Muttergottesstatue befinden, die dem Kirchenjahr entsprechend gezeigt werden


Volksaltar und Ambo

Der Volksaltar stammt aus dem Jahr 1970. Er wurde 1997 umgestaltet und in Farbgebung und Marmorierung dem Hochaltar angepasst. Gleichzeitig wurde ein passender Ambo aufgestellt.

Hochaltar, Volksaltar und Ambo bilden nun eine harmonische Einheit.








Der Taufbrunnen
Er stammt aus dem frühen  19. Jahrhundert. Auf einer Säulentrommel ruht ein geriffeltes Taufbecken aus Sandstein.
Seit der Restaurierung im Jahr 1997 steht der Taufbrunnen im Altarraum, vorher befand er sich in der Seitenkapelle.
Somit sind nun im Presbyterium die wesentlichen Elemente des christlichen Glaubens - Taufbrunnen, Ambo und Altar - vereint.



Aus der Baugeschichte der Kirche

Das erste Gotteshaus wurde 1782 mit einem hölzernen Turm errichtet. Dieser wurde 1801 durch einen steinernen ersetzt und 1802 mit einer barocken Kuppel versehen, die mit Blech abgedeckt war. Bereits 1835 erfolgte als erste größere Renovierungsmaßnahme eine Neueindeckung des Daches. Den Grundriss des Gebäudes veränderte 1867 der Anbau der Seitenkapelle. 1909 ließ man die Turmkuppel mit Kupfer verkleiden und ein neues Turmkreuz anbringen. Auch der Glockenstuhl wurde neu errichtet. Der Uhrmacher August Pahr aus Wullersdorf montierte 1910 eine Turmuhr, die noch heute in Verwendung ist. Die Kirchenbänke wurden 1885 vom Tischler Grundschober aus Sierndorf angefertigt. 1923 erfolgte die Elektrifizierung des Gotteshauses.
Bei der Außenrenovierung im Jahr 1966 wurde der Verputz saniert und neue Fenster wurden eingebaut. 1970 erfolgte eine Innenrenovierung der Kirche. Verputz und Fußboden wurden erneuert, Elektroinstallationen neu verlegt und die Kirchenbänke ausgebessert. Hochaltar, Seitenaltar und Statuen wurden neu marmoriert. Im Sinne des Zweiten Vatikanischen Konzils wurde im Presbyterium der Volksaltar aufgestellt.

1978 wurde die Kirchenheizung installiert.

Mit der Außenrenovierung 2000 erfolgte eine umfassende Sanierung des Kirchengebäudes. Die Mauern wurden neu verputzt und gestrichen. Das Dach und der Turm wurden neu eingedeckt, das Turmkreuz vergoldet. Die Dachrinnen, der Blitzschutz und einige Außentüren wurden erneuert.
Im Jahr 2001 wurde eine Innenrenovierung der Kirche durchgeführt. Die Mauern wurden saniert, der Kirchenraum neu ausgemalt. Fußboden und Bänke wurden ausgebessert, an Türbögen und Chorsäulen Steinmetzarbeiten vorgenommen. Eine Lautsprecheranlage und eine Deckenbeleuchtung wurden installiert. Hochaltar und Seitenaltar wurden restauriert und zum Teil vergoldet. Es erfolgte auch eine Restaurierung der Statuen und der Kreuzwegbilder.
Der Innenraum der Kirche bietet nun einen hellen, freundlichen Anblick.


Die Statuen im Altarraum

Hl. Josef - Nährvater

Festtag: 19. März

Er ist der Heilige des schweigenden Gehorsams und der gewissenhaften Pflichterfüllung.

Als mächtiger Fürsprecher und Helfer in allen Nöten wurde er zum Schutzpat der Kirche,
der Familien und der arbeitenden Menschen.
Dargestellt wird der Hl. Josef das Jesuskind tragend,
mit Stab und Lilienblüte in der Hand (wie in unserer Kirche), mit Zimmermannverzeugen
oder Wanderstab.



Hl. Therese von Lisieux - Kleine heilige Theresia
Festtag: 3. Oktober

Sie lebte von 1873 - 1897 in Frankreich.
Mit 15 Jahren trat sie in den Karmeliterorden von Lisieux ein. Als Grund für ihren Eintritt gab sie an: „Ich bin gekommen Seelen zu retten".

Thereses Leben war von einer glühenden Gottesliebe und unvorstellbar großem Vertrauen zu Gott durchdrugen.
Nach eigener Aussage lehrt sie uns, „dieses Leben zu bestehen in allem Vorgegehenen von uns nicht zu Änderndem, in all sei Nüchternheit".
Ihre Grabinschrift auf dem Friedhof von Lisieux lautet: „Ich werde meinen Aufenthalt im Himmel damit verbringen Gutes auf Erden zu tun."



Hl. Johannes Nepomuk
- der Brückenheilige

Festtag: 16. Mai

Er lebte im 14. Jahrhundert in Prag als Priester, Generalvikar und Rechtsgelehrter.
Der Heilige gilt als Blutzeuge für die Unverletzlichkeit des Beichtgeheimnisses. Er wird als Schutzpatron der Flößer, Müller, Schiffer und Brücken sowie der Beichtväter und Priester verehrt.

Heiliger Leonhard


Festtag: 6. November


Er lebte im 6. Jahrhundert in Frankreich. Leonhard war Priester, Einsiedler und Klostergründer.
Er ist der Schutzpatron der Gefangenen (zerbrochene Kette) und wird als Patron des Viehs, besonders der Pferde verehrt.


Die Seitenkapelle
Der Herz-Jesu-Altar stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Im Altar befindet sich das Hl. Grab mit einem aus Holz geschnitzten Leichnam aus dem Jahr 1900. Die Herz-Jesu-Statue wurde 1907 angekauft.
Rechts vom Altar hängt seit dem Jahr 1994 das Bild der Hl. Barbara, auf der linken Seite befindet sich seit 2004 eine Muttergottesstatue.



Der Kreuzweg

Er stammt aus dem Jahr 1868 und wurde von Josef Kastner nach Vorbild des Führichkreutweges gemalt.
1955 wurden die Kreuzwegbilder restauriert. Eine weitere Restaurierung erfolgte 2001.


Die Orgel
Sie wurde 1912 von den Gebrüdern Rieger aus Jägerndorf erbaut und von Anton Prantner, einem gebürtigen Höbersdorfer, der Kirche gespendet. Die Orgel wurde in ein vorher bestehendes barockes Gehäuse eingebaut. Das originale Prospektpfeifenwerk ging im Zweitenkrieg Welt verloren und wurde durch Zinnpfeifen ersetzt. Die Spiel- und Registeranlage ist pneumatisch. Es gibt zwei Manuale Pedal und zwölf Register.



Die Glocken

Während des Ersten Weltkrieges mussten 1917 die großen Glocken abgeliefert werden. 1921 wurden neue Glocken angekauft, die jedoch im Zweiten Weltkrieg abermals abgegeben werden mussten und 1950 ersetzt wurden.

1. Glocke:
Ton h, 80 cm Durchmesser, 300 kg
Bild der Muttergottes
Inschrift:
Wenn meine Töne zum Himmel erschallen, so sei aus den Tönen das Eine gehört: Ein treues Andenken für die, die gefallen, ein Dank an die, die wiedergekehrt.
2. Glocke:
Ton dis, 62 cm Durchmesser, 180 kg Bild: Taufe Jesu im Jordan.
Inschrift: Hl. Johannes, unser Schutzpatron, bitte für uns!
3. Glocke:
Ton fis, nur Ornament-Verzierung, keine Inschrift

Die künstlerisch gestalteten Glasfenster

Sie entstanden in den Jahren 2001 bis 2003 auf Anregung und nach Ideen von Pfarrer Dr. Josef Töth.
Entworfen und ausgeführt wurden die Glasfenster von dem Künstlerehepaar Waltraud und Josef König aus Wien. Frau König hat den biblischen Inhalt mit viel Verändnis, Gefühl und auf besondere künstlerische Weise in eine moderne, einfache und gleichzeitig starke Ausdrucksform gebracht.
Alle bei den Fenstern in Höbersdorf verwendeten Gläser sind mundgeblasene Echt-Antikgläser und wurden anhand der Entwürfe in der Glashütte Lamberts in Deutschland die in etwa 5000 Farbtöne lagernd hat, ausgewählt.
Die Zeichnung wurde 1:1 auf sogenanntes Schablonenpapier übertragen und vor dem Zerschneiden durchnummeriert.
Anhand dieser Schablonen erfolgte der Zuschnitt der Gläser. Die Verbindung der einzelnen Glasteile zu einem Fenster erfolgte mittels Bleistegen, die an den Stößen verlötet wurden. Die Rückseite der Bleifelder wurde mit dünnflüssigem Leinölkitt verkittet, um die Stabilität zu erhöhen.
Sowohl die Produktion der Gläser wie auch die Herstelung von Bleiverglasungen hat sich seit Hunderten von Jahren nur wenig verändert, da nach wie vor Maschinen kaum einsetzbar sind.

Text: Kirchenführer Höbersdorf
Fotos: birin-kupres


Jesus, der barmherzige Samariter


Bibelstelle: Markus 2, 7 - 72 (Heilung des Geähmten)

Kurz könnte man sagen: Zwei ineinander verschlungene Gestalten, eine gelbe Tür, eine etwas schwer entdeckbare Bahre (zwei Griffe) und auseinanderstrehende Linien sind sichtbar. Das Fenster stellt die Heilung des Gelähmten dar. Vier Männer brachten ihn zu Jesus und legten ihn vor diesen hin. Jesus heilt den Kranken an Leib und Seele. Deine Sünden sind dir vergeben. Steh auf und geh!
Dargestellt wird der Augenblick der Heilung. Der Geähmte steht gerade von seiner Bahre auf. Seinen Fuß setzt er schon auf den (roten) Boden.
Auffallend schön wirkt das weiße Stück des Kleides am Fuß des Gelähmten, das die Vergebung der Sünden darstellen soll. Der weiße Ausschnitt des Kleides an der Brust des Gelähmten und von Jesus hat eine tiefe Bedeu Es hat mit der barmherzigen Haltung Jesu zu tun.
Von Jesus gehen Linien aus. Er will nicht nur für diesen Augenblick und für diesen Kranken, sondern für uns alle da sein. Hinter dem Gelähmten und Jesus „steht" eine geöffnete gelbe Tür. Es scheint so, als ob Jesus aus dieser Tür kommen würde, aus der Welt seines barmherzigen Vaters.


Gott, der Barmherzige, sendet Mose

Bibelstelle: Exodus 3,  1-15

Mose befindet sich nicht vor dem Dornbusch, sondern im Dornbusch. Er hat seine Sandalen ausgezogen und kniet auf heiligem Boden. Mose wird in den Dornbusch hineingezogen. Gott sagt dem Hirten Mose seinen Namen, er teilt sich ihm mit. Jahwe bedeutet: Ich bin da. Ich bin mit dir.
Gott braucht Mose. Ich sende dich zum Pharao. Führe mein Volk aus Ägypten heraus.
Mose empfängt das Wort Gottes bereitwillig und fragend. Er nimmt seine Sendung an. Gerade ist er dabei aufzustehen und gleichsam „auf den Flammen", auf dem Weg Gottes zu gehen. Hörend geht er und gehend hört er. Vor ihm liegt der blaue Himmel der Verheißung und des Erbarmens. Auch Feuerzungen weisen ihm den Weg vorwärts.


Die Sendung des Hl. Geistes


Bibelstellen: Apostelgeschichte 1, 12 - 14 und 2, 1 - 18; Johannes 14,  16-18;  Galater 5, 22 - 26

Dieser Sturm des Geistes bricht aus der linken Ecke des Bildes, vom Osten herein. Die gelben „Flügel" mit der kleinen roten Mitte deuten den Hl. Geist an. In verschiedenen Farben kommen Strahlen herab. Die versammelten Jünger und Maria werden in zwei Gruppen unter die Strahlen gestellt. Die vier Personen der oberen Reihe strecken die Köpfe ganz aufmerksam und erwartungsvoll der Sendung des Hl. Geistes entgegen. Die langen Füße sind Zeichen dieses Entgegenstreckens, aber auch kompositorisch bedingt. Sie empfangen, sie nehmen auf, was ihnen geschenkt wird. Die untere Gruppe ist schon in Bewegung gekommen und zieht mit ihrer Sendung unaufhaltsam fort - hinaus in alle Welt. Die Erde unter ihren Füßen schaut wie eine Ackerlandschaft aus. Der Hl. Geist schenkt Leben und erneuert das Angesicht der Erde.


Die Verkündigung


Bibelstelle: Lukas 1, 26 - 38

Entsprechend der geosteten Kirche kommt der Gnadenstrahl Gottes aus der rechten Ecke des Fensters. Die gewaltig große Gestalt eines Engels füllt fast die ganze rechte Seite des Bildes aus. Vor dem Engel schwebt „vergeistigt" der Heilige Geist. Die Mitte des Geistes ist der rote Punkt. Vor dem Engel befindet sich eine verhältnismäßig kleine Gestalt: Maria in der Niedrigkeit der Magd. An sie ergeht die Botschaft des Engels durch den Heiligen Geist. Die Darstellung fängt den Augenblick ein, wo das Wort Maria erreicht, sie in ihrem Inneren berührt und bewegt. Ihre Gestalt ist eindeutig die Gestalt der aufmerksam Lauschenden und Empfangenden. Es ist der große Augenblick ihres Lebens und der Menschheit. Ihre Kopfhaltung, die Falten ihres Kleides und ihre Arme drücken aus, dass sie bereit ist zu empfangen. Unter der Gestalt Mariens befindet sich eine gelbbraune Kugel: die Erde. Was Maria empfängt, das gehört nicht nur ihr, sondern der ganzen Erde, allen Menschen, allen Generationen.


Die Fußwaschung

Bibelstellen: Johannes 13, 1 - 20; 4, 13-14

Die niedrigere Gestalt stellt Christus dar. Er kauert vor dem sitzenden Petrus und will dem Apostel tief begegnen. Jesus ist am Oberkörper nackt. Von seiner rechten Schulter aus geht ein blaues Band an seiner Brust vorbei. Dieses Band ist Wasser des ewigen Lebens. Es umfängt die Füße des Apostels in der Mitte des Bildes und „durchtränkt" ihn, sodass er Anteil an Christus erhält. Mit Schwung fließt das Wasser an Petrus vorbei zu den Menschen der kommenden Generationen, auch zu uns.

Die Auferstehung


Bibelstellen: Lukas 24, 1-8,  1. Korintherbrief 15,  3-4,35-44

Bewusst nennen wir diese Darstellung „Die Aufersthunge und nicht „Der Auferstandene". Dargestellt wird der Vorgang der Auferstehung, die Wende vom Tod zum Leben. Der Künstlerin ist es sehr gut gelungen, diesen ergreifenden und dramatischen Augenblick zum Ausdruck zu bringen.
Die große, das ganze Bild ausfüllende gelbe Gestalt stellt Christus dar. Die Farbe Gelb weist auf seine verborgene und aufleuchtende Göttlichkeit hin und bringt sie zum Ausdruck. Gleichsam horizontal und quer zu dieser aufsteigenen Figur sieht man große Steine, Quader in vielen dunklen Farben. Die aufsteigende Christusgestalt durchbricht diese Quader. Die Formen seines Leibes verwandeln sich in die Form des Überirdischen (sichtbar am linken Arm Jesu). Christus ist Sieger über Sünde und Tod.


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